Allgemeine Information

Was sind Röntgenstrahlen? Wie werden Sie erzeugt?

Der deutsche Physiker Wilhelm Conrad Röntgen entdeckte im Jahre 1895 durch einen Zufall die Röntgenstrahlung. Für diese Entdeckung wurde er im Jahr 1901 mit dem Nobelpreis ausgezeichnet.
Röntgenstrahlen werden in Röntgenröhren (Hochvakuumröhren) erzeugt. In diesen werden Elektronen aus einem glühenden Draht, der Kathode, auf ein Stück spezifisches Metall, die Anode, mit hoher Energie gefeuert. Dabei entsteht durch den Aufprall der Elektronen an der Anode Röntgenenergie, die sogenannte Röntgenstrahlung. Diese Röntgenstrahlen werden gefiltert und fokussiert und verlassen an einem bestimmten Ort durch ein "Fenster" die Röntgenröhre. Sie belichten, nachdem sie das Untersuchungsgebiet der Patientin / des Patienten durchdrungen haben, einen Röntgenfilm bzw. heute zumeist einen digitalen Detektor. Die Bildinformation des Röntgenfilms wird durch die unterschiedliche Absorption der Röntgenstrahlen durch das Körpergewebe bedingt. Knochen absorbiert viel Strahlung, erscheint am Bild daher hell, Luft absorbiert wenig Strahlung, ist somit eher dunkel (z.B.: Lunge).

Was ist digitale Radiographie?

In der digitalen Radiographie wird nicht mehr ein Röntgenfilm belichtet, sondern die Röntgenstrahlen werden durch Detektoren oder Speicherfolien erfasst. Die Bildinformation wird durch leistungsstarke Computer bearbeitet und dargestellt. Die Röntgenärztin / Der Röntgenarzt beurteilt krankhafte Veränderungen an einem hochauflösenden Computerbildschirm.

Strahlenbelastung

Röntgenstrahlen sind ionisierende Strahlen und dürfen daher nur unter exakter Beachtung des Strahlenschutzes und bei klinischer Rechtfertigung der Untersuchung zum Einsatz kommen. Röntgenstrahlen sind jedoch ein wichtiger Bestandteil der bildgebenden Diagnostik.

Der Vorteil für die Patientinnen/Patienten durch Ausschluss oder Nachweis vermuteter krankhafter Veränderungen mit Hilfe der entsprechenden Röntgenuntersuchungen überwiegt das geringe Strahlenrisiko und rechtfertigt somit, bei gegebener Indikation, die Durchführung der entsprechenden Untersuchung.

Durch Verwendung digitaler Techniken und neuen Dosisreduktionsverfahren konnte sowohl in der Direktradiographie wie auch in der CT die Strahlenbelastung deutlich reduziert werden.

Die folgende Tabelle gibt Ihnen einen Überblick über die Strahlenbelastung häufig durchgeführter Röntgenuntersuchungen.

Röntgenuntersuchung Effektive Dosis (mSv) entspricht n* x Thoraxröntgen entspricht etwa der natürlichen Hintergrundstrahlung in Österreich von
Knochen, Gelenke < 0,01 < 0,5 < 1 Tag
Thoraxröntgen, pa 0,02 1 2 Tage
Schädelröntgen 0,03 1,5 3 Tage
Brustwirbelsäule 0,3 15 1 Monat
Lendenwirbelsäule 0,6 30 2 Monate
Hüfte 0,3 15 1 Monat
Becken 0,3 15 1 Monat
Abdomen leer 0,6 30 2 Monate
Nierenröntgen 2,5 125 8 Monate
Magenröntgen 3 150 10 Monate
Dickdarmröntgen 5 350 17 Monate
Mammographie 0,3 15 1 Monat
CT Thorax 6 300 20 Monate
CT Bauch 10 500 33 Monate
CT Gehirn 2,3 115 8 Monate
CT NNH 0,3 15 1 Monat

Tabelle adaptiert nach: Making the best use of a Department of Clinical Radiology. Guidelines for Doctors, fourth edition, 1998, The Royal College of Radiologists, London

Neben der Strahlenbelastung durch Einsatz diagnostischer oder therapeutischer Röntgenstrahlen besteht überall eine unterschiedlich starke natürliche Hintergrundstrahlung. In Österreich beträgt diese, abhängig vom Aufenthaltsort, zwischen 2 und 6 mSv pro Jahr, als Durchschnittswert werden etwa 4 mSv angegeben. Im Gegensatz dazu beträgt die Hintergrundstrahlung an der Atlantikküste in Brasilien etwa 84 mSv (entspricht ungefähr dem 21-fachen Durchschnittswert von Österreich).

In Strahlenschutzverordnungen wird in Österreich für strahlenexponierte Personen (z.B.: Röntgenassistentinnen/Röntgenassistenten oder Röntgenärztinnen/Röntgenärzten) die jährliche Maximaldosis mit 50 mSv nach oben begrenzt, diese Dosis liegt, wie obige Aufstellung zeigt, unter der natürlichen Hintergrundstrahlung, wie sie in Brasilien besteht.

Röntgenuntersuchungen

1. Herz- und Lungenröntgen (Thoraxröntgen)

Was habe ich bei der Untersuchung zu erwarten?

Die Untersuchung erfolgt üblicherweise an der stehenden Patientin / am stehenden Patienten an einem Röntgen-Wandstativ. Die Assistentin / Der Assistent wird Sie bitten, tief einzuatmen und die Luft anzuhalten. Üblicherweise werden zwei Aufnahmen (von hinten und von der Seite) angefertigt.

Manchmal ist es notwendig, Unklarheiten im Lungenröntgen durch eine ergänzende Durchleuchtung abzuklären. Bei der Durchleuchtung wird Sie die Ärztin / der Arzt am Röntgen-Durchleuchtungsgerät bitten, verschiedene Positionen einzunehmen, um eine unklare Veränderung weiter abzuklären.

Untersuchungsdauer:

Die Untersuchung dauert ca. 5 Minuten.

Vorbereitung

Es ist keine spezielle Vorbereitung notwendig.

Indikationen | Einsatzgebiete

Das konventionelle Herz- Lungenröntgen wird zur Beantwortung folgender Fragen eingesetzt: Lungenentzündung, Rippenfellentzündung, Lungenkrebs, Tumornachsorge, Herzerkrankungen, etc.

Kontrastmittel

Bei dieser Untersuchung wird kein Kontrastmittel verwendet.

Terminvereinbarung

Bei dieser Untersuchung wird eine kurzfristige Terminvereinbarung erbeten. Die Terminvereinbarung erleichtert den Betriebsablauf und vermeidet für Sie unnötige Wartezeiten.

Terminvereinbarung unter: +43 2622/23148

2. Skelettröntgen (Knochen, Gelenke)

Was habe ich bei der Untersuchung zu erwarten?

Skelettaufnahmen (Röntgenaufnahmen der Knochen und Gelenke vom Schädel bis zu den Zehen) sind Basisuntersuchungen bei vielen Beschwerden, die das Muskel- Skelettsystem und die Gelenke betreffen. Grundsätzlich werden Röntgenaufnahmen von Gelenken und Knochen immer in zwei Ebenen (meist von vorne und von der Seite) angefertigt. Manche dieser Aufnahmen werden im Liegen, manche bei bestimmten Fragestellungen auch an der stehenden Patientin / am stehenden Patienten angefertigt. Manchmal ist es notwendig, die beschwerdefreie, gesunde Seite ebenfalls mit zu untersuchen, um einen Vergleich zu haben.

Untersuchungsdauer:

Die Untersuchung dauert je nach Umfang ca. 5 – 30 Minuten.

Vorbereitung

Es ist keine spezielle Vorbereitung notwendig.

Indikationen | Einsatzgebiete

Das Skelettröntgen wird zur Beantwortung folgender Fragen eingesetzt: Zustand nach Unfall, fraglicher Knochenbruch, Abnützungserscheinungen (degenerative Veränderungen an Gelenken und an der Wirbelsäule), Stoffwechselbedingte Knochenveränderungen, Entzündliche Knochenveränderungen, Gelenk- und Skelettgeschwülste (z.B. Metastasen im Knochen), schmerzhafte Gelenke, Fehlstellungen und Fehlhaltungen, Krankhafte Veränderungen der Nasennebenhöhlen, Krankhafte Veränderungen am Kiefer und am Zahnhalteapparat, etc.

Kontrastmittel

Bei dieser Untersuchung wird kein Kontrastmittel verwendet.

Terminvereinbarung

Bei allen Untersuchungen wird eine kurzfristige Terminvereinbarung erbeten. Die Terminvereinbarung erleichtert den Betriebsablauf und vermeidet für Sie unnötige Wartezeiten.

Terminvereinbarung unter: +43 2622/23148

3. Mammographie

Was habe ich bei der Untersuchung zu erwarten?

Unsere Ordination ist mit der neuesten digitalen Technik (FFDM- full field digital mammography) inklusive Tomosynthese ausgestattet, diese ermöglicht beste Bildqualität bei möglichst niedriger Röntgenstrahlenbelastung.

Zusätzlich werden Ihre Mammographie-Aufnahmen routinemäßig von einer zweiten Ärztin / einem zweiten Arzt im Sinne einer Doppelbefundung begutachtet.

Weiters erfolgt eine computerassistierte Auswertung der Aufnahmen mittels CAD (computer assisted detection), dieses Programm unterstützt den Radiologen beim Auffinden von Mikrokalk und anderen Veränderungen in der Brust.

Zunächst werden Sie von unserer Assistentin nach Beschwerden an der Brust, Hormoneinnahme, Brustkrebs bei Verwandten und allfälligen Operationen an der Brust befragt. Dann wird die Mammographie durchgeführt. Dabei wird in stehender Patientenposition die Brust im Mammographiegerät gelagert und komprimiert. Dies kann etwas unangenehm sein, ist jedoch wichtig für die Untersuchung, da die Qualität verbessert und die Strahlenbelastung reduziert werden. Pro Brust werden zumeist zwei Aufnahmen in verschiedenen Projektionen angefertigt um Veränderungen hinsichtlich ihrer Lage innerhalb der Brust besser beurteilen zu können. Die Röntgenbilder werden dann von der Röntgenärztin / vom Röntgenarzt begutachtet. Abschließend wird Ihre Brust durch die Ärztin / den Arzt abgetastet und auf allfällige äußerliche Veränderungen untersucht. In den meisten Fällen wird im Anschluss an die Mammographie eine ergänzende Ultraschalluntersuchung der Brust durchgeführt.

Unsere Ordination ist mit dem Qualitätszertifikat Mammadiagnostik der Österreichischen Röntgengesellschaft und der Bundesfachgruppe Radiologie ausgezeichnet (Registrier- Nr.: 0015, Erstzertifizierung: 1.3.2005).

mehr zur Mammadiagnostik

Untersuchungsdauer:

Die Untersuchung dauert ca. 15 Minuten.

Vorbereitung

Für diese Untersuchung ist keine spezielle Vorbereitung notwendig. Vermeiden Sie jedoch am Untersuchungstag Puder, Körperlotionen und Cremen im Brustbereich.

Indikationen | Einsatzgebiete

Vorsorgeuntersuchung, Abklärung von neu aufgetretenen Knoten, Tumornachsorge, etc.

Kontrastmittel

Für diese Untersuchung wird kein Kontrastmittel benötigt.

Terminvereinbarung

Bei allen Untersuchungen wird eine kurzfristige Terminvereinbarung erbeten. Bester Zeitpunkt für die Mammographie ist der Zeitraum zwischen 7. bis 10. Zyklustag, die Brust ist meist weniger druckempfindlich. Die Terminvereinbarung erleichtert den Betriebsablauf und vermeidet für Sie unnötige Wartezeiten

Terminvereinbarung unter: +43 2622/23148

4. Halsorganröntgen (Luftröhre und obere Speiseröhre)

Was habe ich bei der Untersuchung zu erwarten?

Die Untersuchung erfolgt am Durchleuchtungsgerät in stehender Position. Zunächst werden Aufnahmen der Halsregion in zwei Ebenen (von vorne und schräg seitlich) angefertigt. Anschließend schlucken Sie einen dickflüssigen Kontrastbrei. Dabei werden nochmals zwei Aufnahmen angefertigt.

Untersuchungsdauer:

Die Untersuchung dauert ca. 5 – 10 Minuten.

Vorbereitung

Für diese Untersuchung ist keine spezielle Vorbereitung notwendig.

Indikationen | Einsatzgebiete

Beurteilung der Luftröhre vor Schilddrüsenoperationen, Globusgefühl ("Knödel im Hals"), etc.

Kontrastmittel

Bei dieser Untersuchung wird orales Kontrastmittel verabreicht.

Terminvereinbarung

Bei allen Untersuchungen wird eine kurzfristige Terminvereinbarung erbeten. Die Terminvereinbarung erleichtert den Betriebsablauf und vermeidet für Sie unnötige Wartezeiten.

Terminvereinbarung unter: +43 2622/23148

5. Oesophagusröntgen (Speiseröhren-Röntgen)

Was habe ich bei der Untersuchung zu erwarten?

Die Untersuchung der Speiseröhre erfolgt am stehenden und teilweise an der liegenden Patientin / am liegenden Patienten im Durchleuchtungsgerät. Zuerst wird durch die Einnahme eines Brausepulvers die Speiseröhre aufgebläht. Dann trinken Sie einen Kontrastmittelbrei, wobei Aufnahmen in mehreren Positionen unter Durchleuchtung angefertigt werden. Die Untersuchung ist nicht schmerzhaft. Nicht selten erfolgt die Untersuchung der Speiseröhre bei unklaren Beschwerden zusammen mit der Untersuchung des Magens und Zwölffingerdarms.

Untersuchungsdauer:

Die Untersuchung dauert ca. 5 – 10 Minuten.

Vorbereitung

Bei dieser Untersuchung 3 Stunden vorher nichts essen!

Indikationen | Einsatzgebiete

Schluckbeschwerden, Verdacht auf Entzündungen der Speiseröhre, Verdacht auf Tumor der Speiseröhre, Verdacht auf Krampfadern in der Speiseröhre, etc.

Kontrastmittel

Bei dieser Untersuchung wird orales Kontrastmittel verabreicht.

Terminvereinbarung

Bei allen Untersuchungen wird eine kurzfristige Terminvereinbarung erbeten. Die Terminvereinbarung erleichtert den Betriebsablauf und vermeidet für Sie unnötige Wartezeiten.

Terminvereinbarung unter: +43 2622/23148

6. Magenröntgen | konventionelle Dünndarmpassage

Was habe ich bei der Untersuchung zu erwarten?

Das Magen- Zwölffingerdarm-Röntgen ist eine Durchleuchtungsuntersuchung, bei der Luft als negatives und Bariumsulfatbrei als positives Kontrastmittel verwendet werden, um diese Hohlorgane beurteilen zu können. Zuerst wird der Magen durch Schlucken von Brausepulver aufgebläht, wobei für die Dauer der Untersuchung versucht werden soll, den Drang, die Luft aufzustoßen, zu unterdrücken. Anschließend trinkt die Patientin / der Patient, unter ärztlicher Kontrolle mittels Durchleuchtung, ca. 1/8 l Bariumsulfatbrei. Die Untersuchung selbst erfolgt zuerst im Stehen, im Anschluss daran im Liegen am Durchleuchtungsgerät. Nach Trinken des Kontrastmittels ist es notwendig, dass Sie sich ein- oder zweimal um die eigene Achse drehen, damit alle Abschnitte der Magenwand mit Barium benetzt werden. Danach werden in mehreren unterschiedlichen Positionen bei angehaltenem Atem unter Durchleuchtung Bilder aufgenommen.

Wenn anschließend eine konventionelle Dünndarmpassage erfolgt, erhalten Sie noch zusätzlich einen Becher Kontrastmittel zum Trinken. Nach 30 Minuten, evtl. auch noch nach 1 Stunde, werden Übersichtsaufnahmen des Dünndarms angefertigt.

Untersuchungsdauer:

Untersuchungsdauer Magen: ca. 10 Minuten
Untersuchungsdauer Dünndarmpassage: ca. 1 Stunde

Vorbereitung

Am Vorabend der Untersuchung leichtes Abendessen, wobei Fleischspeisen und Hülsenfrüchte zu vermeiden sind. Am Untersuchungstag nüchtern (= nichts essen, nichts trinken, nicht rauchen) erscheinen.

Indikationen | Einsatzgebiete

Geschwüre oder Geschwülste im Magen und Zwölffingerdarm, Gastritis, Verdacht auf Zwerchfellbruch, unklare Befunde bei der Magenspiegelung, unklare Magen- oder Dünndarmbeschwerden, etc.

Kontrastmittel

Bei dieser Untersuchung wird orales Kontrastmittel verabreicht.

Terminvereinbarung

Die Terminvereinbarung kann telefonisch oder aber persönlich erfolgen. Die Terminvereinbarung erleichtert den Betriebsablauf und vermeidet für Sie unnötige Wartezeiten.

Terminvereinbarung unter: +43 2622/23148

7. Irrigoskopie (Doppelkontrastdarstellung des Dickdarms)

Was habe ich bei der Untersuchung zu erwarten?

Die Untersuchung wird am Durchleuchtungsgerät durchgeführt. Luft wird als negatives und Bariumsulfatsuspension als positives Röntgenkontrastmittel verwendet. Die Untersuchung beginnt im Liegen (Linksseitenlage). Es wird ein Darmrohr in den Enddarm geschoben. Über dieses Darmrohr erfolgt der Einlauf mit Kontrastmittel, auch die erforderliche Luft wird darüber in den Darm eingepumpt. Während des Kontrastmitteleinlaufes müssen Sie Ihre Körperlage durch Drehen in unterschiedliche Positionen (nach Anweisung durch die untersuchende Ärztin / den untersuchenden Arzt) verändern um den gesamten Dickdarm mit Kontrastmittel zu benetzen. Dann wird der Darm mit Luft aufgebläht und zur Entfaltung gebracht. Sie werden diese Prozedur wie Blähungen empfinden, Schmerzen dürfen jedoch während der Untersuchung nicht auftreten, der Untersuchende wird Sie diesbezüglich befragen. Nach Entfernen des Darmrohres werden Aufnahmen im Stehen und Liegen angefertigt. Nach der Untersuchung steht Ihnen eine eigene Toilette zur Darmentleerung zur Verfügung.

Hinweis: Es ist besonders wichtig, dass der Darm ohne jegliche Stuhlreste untersucht wird, daher ist die genaue Einhaltung der Vorbereitung unbedingt erforderlich. Falls vor der Untersuchung eine Darmspiegelung (Colonoskopie, Rectoskopie) mit Biopsie durchgeführt wurde, ist ein Intervall von 14 Tagen bis zur Irrigoskopie einzuhalten.

Untersuchungsdauer:

Die gesamte Untersuchung dauert ca. 15 Minuten.

Vorbereitung

Zwei Tage vor der Untersuchung lediglich leichte (schlackenarme) Kost (morgens: Tee/Kaffee und Weißbrot/Zwieback; mittags/abends: klare Suppen, Fisch, gekochtes Kalbfleisch, Huhn, Nudeln, Kartoffelpüree; ungeeignet sind Müsli, Weizenkleie, Vollkornprodukte, langfasriges Fleisch, Hülsenfrüchte, Kraut, frisches Obst).

Am Abend vor der Untersuchung gegen 16:00 Uhr ein X-PREP (Abführmittel) einnehmen (siehe Beipacktext). Etwa 3 Liter Flüssigkeit (Tee, mildes Mineralwasser, etc.) zur Vermeidung größerer Flüssigkeitsverluste trinken (Gefahr des Kreislaufkollapses).

Am Morgen der Untersuchung: Weißbrot, Tee und die gewohnten Medikamente einnehmen

Indikationen | Einsatzgebiete

Divertikel, Polypen oder Geschwülste im Dickdarm, Unklare Durchfälle, Stuhlunregelmäßigkeiten, Ergänzung zur Darmspiegelung, falls diese inkomplett gewesen ist, etc.

Kontrastmittel

Bei dieser Untersuchung wird bariumhältiges Kontrastmittel rektal verabreicht.

Terminvereinbarung

Persönliche Terminvereinbarung erforderlich, da das Rezept für das Abführmittel bei dieser Gelegenheit ausgehändigt wird.

Terminvereinbarung unter: +43 2622/23148

8. Nierenröntgen (i.v.P.*/i.v.U.*)

*i.v.P. (intravenöse Pyelographie, Kontrastdarstellung der Nieren und ableitenden Harnwege)
*i.v.U. (intravenöse Urographie, Kontrastdarstellung der Nieren und ableitenden Harnwege)

Was habe ich bei der Untersuchung zu erwarten?

Die Kontrastmitteluntersuchung der Nieren erfolgt im Liegen auf einem Röntgen-Aufnahmetisch. Die Untersuchung beginnt mit einer Aufnahme des Bauches, um eventuell vorhandene verkalkte Nierensteine zu erkennen. Im Anschluss daran wird nierengängiges Kontrastmittel über eine Armvene eingespritzt. Das Kontrastmittel verteilt sich rasch im Körper und wird über die Nieren ausgeschieden, sodass Nieren, ableitende Harnwege und Harnblase gut dargestellt werden können. Dieser Vorgang, der bei unauffälligen Verhältnissen ca. 30 Minuten dauert, wird durch mehrere Röntgenaufnahmen dokumentiert.

Sollte ein Harnabflusshindernis vorliegen oder andere krankhafte Veränderungen nachgewiesen werden, so kann die Untersuchung durch Aufnahmen in Bauchlage sowie im Stehen unter Durchleuchtungskontrolle bzw. durch Spätaufnahmen ergänzt werden. Zur Beurteilung der Blasenfunktion wird evtl. eine Aufnahme nach Entleerung der Harnblase angefertigt.

Untersuchungsdauer:

Die Untersuchung dauert ca. 30 Minuten (in Ausnahmen bis zu 3 Stunden).

Vorbereitung

Am Tag vor der Untersuchung keine blähenden Speisen und kohlensäurehältigen Getränke.
Bitte aktuelle Nierenfunktionsparameter (Kreatinin, GFR) zur Untersuchung mitbringen (Blutabnahme dafür erforderlich).

Indikationen | Einsatzgebiete

Nierenkolik, Verdacht auf Nierenstein, Blut im Harn, Verdacht auf Tumor der Nieren oder ableitenden Harnwege, etc.

Kontrastmittel

Bei dieser Untersuchung wird injizierbares jodhältiges Kontrastmittel verabreicht.

Terminvereinbarung

Bei allen Untersuchungen wird eine kurzfristige Terminvereinbarung erbeten. Die Terminvereinbarung erleichtert den Betriebsablauf und vermeidet für Sie unnötige Wartezeiten.

Terminvereinbarung unter: +43 2622/23148

9. Phlebographie (Beinvenenröntgen)

Was habe ich bei der Untersuchung zu erwarten?

Die Phlebographie ist eine Röntgendarstellung der Venen (das sind Blutgefäße, die das Blut zum Herz zurückführen) mit Kontrastmittel. Die Untersuchung der Beinvenen erfolgt am Durchleuchtungsgerät, die Patientin / der Patient liegt am Rücken, der Durchleuchtungstisch befindet sich in halbliegender Position. Nach Anlegen eines Stauschlauchs oberhalb des Fußknöchels wird mit einer dünnen Kanüle eine Fußrückenvene punktiert, über welche das Kontrastmittel injiziert wird. Der Abtransport des Kontrastmittels unter Durchleuchtung wird verfolgt und durch Röntgenaufnahmen dokumentiert. Das Bein muss nach innen und außen gedreht werden, um die Venen aus verschiedenen Richtungen beurteilen zu können. Manchmal werden Sie auch gebeten einen sogenannten Pressversuch (festes Drücken wie beim Stuhlgang) durchzuführen. Diese Manöver helfen, insbesondere die Funktion der Venenklappen besser beurteilen zu können.

Untersuchungsdauer:

Die Untersuchungsdauer beträgt ca. 15 Minuten pro Bein.

Vorbereitung

Keine. Bitte aktuelle Nierenfunktionsparameter (Kreatinin, GFR) zur Untersuchung mitbringen (Blutabnahme dafür erforderlich).

Indikationen | Einsatzgebiete

Verdacht auf tiefe Venenthrombose, Krampfadern (Varikose), Abklärung vor geplanter operativer Behandlung

Kontrastmittel

Bei dieser Untersuchung wird jodhältiges Kontrastmittel intravenös verabreicht.

Terminvereinbarung

Bei allen Untersuchungen wird eine kurzfristige Terminvereinbarung erbeten. Die Terminvereinbarung erleichtert den Betriebsablauf und vermeidet für Sie unnötige Wartezeiten.

Terminvereinbarung unter: +43 2622/23148

10. Hysterosalpingographie (Gebärmutter- und Eileiterröntgen)

Was habe ich bei der Untersuchung zu erwarten?

Die Untersuchung erfolgt in Zusammenarbeit mit einer Frauenärztin / einem Frauenarzt auf dem Durchleuchtungsgerät. Die Patientin befindet sich in Rückenlage, die Füße liegen angehoben in Halterungen. Die Frauenärztin / Der Frauenarzt geht wie bei einer gewöhnlichen gynäkologischen Untersuchung vor. Mittels eines geeigneten Instruments wird der Gebärmutterhals gehalten und über den Muttermund eine geringe Menge Kontrastmittel unter Durchleuchtungssicht in die Gebärmutter gespritzt. Das Kontrastmittel sollte dann auch die Eileiter füllen und in die Bauchhöhle übertreten. Dies wird mittels Aufnahmen dokumentiert.

Untersuchungsdauer:

Die Untersuchung dauert ca. 5 – 10 Minuten.

Vorbereitung

Für diese Untersuchung ist keine spezielle Vorbereitung notwendig. Die Untersuchung erfolgt in Zusammenarbeit mit einer Gynäkologin / einem Gynäkologen.

Indikationen | Einsatzgebiete

Unerfüllter Kinderwunsch

Terminvereinbarung

Bei allen Untersuchungen wird eine kurzfristige Terminvereinbarung erbeten. Die Terminvereinbarung erleichtert den Betriebsablauf und vermeidet für Sie unnötige Wartezeiten. Die Terminvereinbarung für diese Untersuchung erfolgt in Absprache mit der behandelnden Frauenärztin / dem behandelnden Frauenarzt.

FAQ | Häufig gestellte Fragen zum Röntgen

Was ist eine Irrigoskopie?

Eine Irrigoskopie ist eine Röntgenuntersuchung des Dickdarms (Dickdarm-Röntgen) unter Verwendung von bariumhaltigem Kontrastmittel.

Wie bereitet man sich auf die Röntgen- Untersuchung des Magen- Darmtrakts vor?

Siehe hierzu die jeweiligen Detailinformationen zu den einzelnen Untersuchungen.

Kann ich vor der Irrigoskopie / dem Magenröntgen meine üblichen Medikamente einnehmen?

Ihre täglich einzunehmenden Medikamente (z.B. Blutdruckmittel) sollten Sie auch am Tag der Untersuchung mit einem kleinen Schluck Wasser einnehmen. Falls Sie an einem insulinpflichtigen Diabetes erkrankt sind, sollten Sie vor der Anmeldung zur Untersuchung mit Ihrer zuweisenden Ärztin / Ihrem zuweisenden Arzt sprechen.

Ist eine Irrigoskopie (Dickdarm-Röntgen) schmerzhaft?

Die Untersuchung kann etwas unangenehm sein. Manchmal können dabei leichte, vorübergehende Krämpfe verspürt werden. Schmerzen dürfen nicht auftreten, bitte teilen Sie beginnende Schmerzen sofort der Untersucherin / dem Untersucher mit.

Wann kann ich nach einer Irrigoskopie / einem Magenröntgen essen oder trinken?

Sofort nach der Untersuchung können Sie essen und trinken. Das bariumhaltige Kontrastmittel wirkt mitunter etwas verstopfend, sodass es ratsam ist, nach der Untersuchung mehr Flüssigkeit als üblich zu trinken.

Ist das Ösophagus-Magenröntgen (Speiseröhre-Magenröntgen) schmerzhaft?

Nein; es kann allerdings die aus dem geschluckten Brausepulver im Magen entstehende Luft ein gewisses Druckgefühl erzeugen, da Sie das Aufstoßen während der Untersuchung unbedingt vermeiden sollten!

Wie lange wird die Untersuchung dauern?

Die Untersuchung von Speiseröhre, Magen und Zwölffingerdarm wird maximal 10 – 15 Minuten dauern. Wird allerdings eine Untersuchung des Dünndarms angeschlossen (konventionelle Dünndarmpassage), kann die Untersuchung (mit Unterbrechungen) über 2 Stunden dauern (abhängig davon wie rasch das Kontrastmittel durch Ihren Dünndarm fließt

Wer interpretiert und befundet Röntgenaufnahmen?

Eine Röntgenärztin / Ein Röntgenarzt, die/der in der Durchführung und Befundung von Röntgenuntersuchungen ausgebildet wurde, analysiert Ihre Aufnahmen und diktiert dann einen Befund, der Ihnen mit den Röntgenaufnahmen ausgehändigt wird.

Wie erfahre ich das Ergebnis der Röntgenuntersuchung?

Sie sollten Befund und Röntgenbilder zu Ihrer behandelnden Ärztin / Ihrem behandelnden Arzt mitnehmen, die/der dann das Ergebnis und die erforderlichen weiteren Schritte mit Ihnen besprechen wird. Fragen, die vor, während oder unmittelbar nach der Untersuchung auftreten können Sie natürlich auch mit Ihrer Röntgenärztin / Ihrem Röntgenarzt besprechen.

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Univ.Doz.Dr. R. Stiglbauer und Partner,
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